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BoilerBuddy

Der Druck deiner Solaranlage fällt

Eine Druckanlage hat einen festen Anlagendruck. Was normal ist, warum er fällt, was du selbst sicher prüfen kannst und wann ein Installateur nachfüllen muss.

Eine geschlossene Solaranlage steht unter Druck: Die Solarflüssigkeit in den Leitungen, ein Gemisch aus Wasser und Glykol, braucht diesen Druck, um richtig zu zirkulieren und nicht zu kochen. Fällt der Druck, arbeitet die Anlage schlechter oder gar nicht mehr.

Hast du ein Drain-Back-System, gilt das nicht: Es ist mit Wasser gefüllt und arbeitet ohne festen Druck. In So funktioniert eine Solarthermie-Anlage siehst du, welche Bauart du hast.

Was normal ist

An der Solarstation sitzt ein Manometer. Bei der Inbetriebnahme hat der Installateur den Druck eingestellt und oft notiert, an der Station oder in der Anleitung. Wie hoch er sein muss, hängt davon ab, wie hoch der Kollektor über der Station liegt. Im kalten Zustand liegt er oft zwischen 1,5 und 3 bar.

Schwankungen sind normal. Wird die Flüssigkeit warm, dehnt sie sich aus, und der Druck steigt. An einem sonnigen Nachmittag ist der Druck also höher als am Morgen. Vergleich deshalb immer zur selben Zeit: am besten früh morgens, wenn alles kalt ist.

Warum der Druck fällt

  • Entweichende Luft. Nach dem Befüllen oder einer Wartung entweicht noch eine Zeit lang Luft. Der Druck fällt dann in den ersten Wochen ein wenig. Das passiert einmalig.
  • Eine kleine Undichtigkeit. An einer Verschraubung, auf dem Dach oder am Kollektor. Manchmal siehst du einen Fleck oder eine Kruste an einer Verbindung.
  • Das Sicherheitsventil. Wird die Anlage zu heiß, lässt dieses Ventil Flüssigkeit ab, um den Druck zu begrenzen. Darunter steht oft ein Auffangbehälter. Ist dort Flüssigkeit drin, hat das Ventil geöffnet.
  • Das Ausdehnungsgefäß. Der runde Behälter, der Druckschwankungen auffängt, kann nach Jahren seinen Vordruck verlieren. Der Druck schwankt dann stark mit der Temperatur und fällt nach und nach.

Was du selbst prüfst

  1. Lies den Druck ab, an einem kalten Morgen, und notier ihn ein paar Tage hintereinander.
  2. Schau unter das Sicherheitsventil, ob Flüssigkeit im Auffangbehälter steht.
  3. Schau entlang der sichtbaren Leitungen und Verschraubungen nach Flecken oder Tropfen.

Füll nicht selbst nach. Eine Druckanlage muss mit der richtigen Solarflüssigkeit befüllt und danach entlüftet werden. Mit normalem Wasser verdünnt schützt das Glykol weniger vor Frost, und bei starkem Frost kann der Kollektor kaputtgehen. Öffne auch keine Hähne oder Entlüfter: Die Flüssigkeit kann heiß sein.

Wann du einen Installateur rufst

  • Der Druck ist in ein paar Wochen deutlich gesunken.
  • Unter dem Sicherheitsventil steht Flüssigkeit, oder du siehst eine Undichtigkeit.
  • Der Druck schwankt viel stärker als früher.

Der Installateur sucht die Undichtigkeit, prüft das Ausdehnungsgefäß und füllt mit der richtigen Flüssigkeit nach. Lass dabei auch gleich die Solarflüssigkeit prüfen: Nach Jahren schützt sie weniger gut vor Frost und kann sauer werden, dann muss sie gewechselt werden.

So siehst du es früher

Ein Druckverlust kommt langsam. Deshalb bemerkst du ihn oft erst, wenn die Anlage schon eine Weile weniger bringt. Mit der BoilerBuddy Alpo siehst du pro Tag, ob der Kollektor noch Wärme an den Speicher abgibt, und erkennst ein Problem früher.

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