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BoilerBuddy

So funktioniert eine Solarthermie-Anlage

Kollektor, Speicher, Pumpe und Regler. Was jedes Teil macht, der Unterschied zwischen einer Druckanlage und einem Drain-Back-System, und worauf du achtest.

Eine Solarthermie-Anlage erwärmt dein Warmwasser mit der Sonne. Ein Kollektor auf dem Dach fängt Wärme ein, eine Pumpe bringt sie zu einem Speicher, und ein Regler entscheidet, wann sich das lohnt. Ist das Wasser nicht warm genug, heizt deine Heizung oder ein Heizstab nach.

Die Teile

Der Kollektor liegt auf dem Dach, meist nach Süden. Durch ihn fließt eine Flüssigkeit, die in der Sonne um Dutzende Grad wärmer wird als die Luft.

Der Speicher steht im Haus, oft im Keller, auf dem Dachboden oder im Hauswirtschaftsraum. Unten sitzt ein Wärmetauscher: eine Rohrschlange, durch die die warme Flüssigkeit aus dem Kollektor fließt. Dein Trinkwasser kommt damit nicht in Berührung. Oben wird das Wasser bei Bedarf nachgeheizt.

Die Pumpe lässt die Flüssigkeit zwischen Kollektor und Speicher zirkulieren. Sie läuft im Prinzip nur, wenn es Wärme zu holen gibt.

Der Regler misst zwei Temperaturen: die des Kollektors und die unten im Speicher. Ist der Kollektor ein paar Grad wärmer, schaltet er die Pumpe ein. Wird der Unterschied klein, schaltet er sie wieder aus. Auf dem Display siehst du diese Temperaturen und ob die Pumpe läuft.

Zwei Arten von Anlagen

Eine Druckanlage ist geschlossen und mit einem Gemisch aus Wasser und Glykol gefüllt, der Solarflüssigkeit, die nicht gefriert. Du erkennst sie an einem Manometer und einem Ausdehnungsgefäß, einem runden Behälter, der Druckschwankungen auffängt. In Deutschland ist das die übliche Bauart.

Ein Drain-Back-System ist mit Wasser gefüllt. Steht die Pumpe still, läuft das Wasser aus dem Kollektor in einen Behälter im Haus zurück. So kann es weder gefrieren noch kochen. Dass du das Wasser zurückfließen hörst, wenn die Pumpe stoppt, ist normal.

Welche Bauart du hast, steht in der Anleitung oder auf dem Typenschild des Speichers. Weißt du es nicht, frag deinen Installateur: Davon hängt ab, was normal ist, zum Beispiel der Druck.

Was eine Solaranlage bringt

Im Sommer kann eine Solaranlage fast das ganze Warmwasser eines Haushalts liefern. Im Winter ist es deutlich weniger, und die Heizung übernimmt den größten Teil. Übers Jahr deckt eine gut funktionierende Anlage bei einer Familie oft etwa die Hälfte des Warmwassers. Wie viel genau, hängt von der Ausrichtung, der Zahl der Personen und dem Warmwasserverbrauch ab.

Woran du siehst, dass sie funktioniert

Eine Solaranlage macht sich nicht bemerkbar, wenn etwas nicht stimmt: Du hast weiter warmes Wasser, weil die Heizung übernimmt. Eine defekte Pumpe oder einen kaputten Sensor merkst du deshalb oft erst an der Energierechnung. An einem sonnigen Tag zeigt der Regler, ob der Kollektor wärmer wird als der Speicher und ob die Pumpe dann läuft. Schau ab und zu nach, oder lass es messen.